Lendkanal

Die Führenden - "Bleienten" unter sich :)

ZIEL erreicht - So schön ist der Sieg

28.06.2015 - IRONMAN Austria...das Rennen

Der Handywecker läutet. Es ist 04:15.

 

Der längste Tag meiner Familie beginnt und meiner auch. Nur dauerte mein Tag gefühlsmäßig nicht so lange und war schnell vorüber. Eigentlich brauch ich eine Ewigkeit bis ich so richtig in die Gänge komme – das Adrenalin in den Adern erfüllt jedoch heute seine Pflicht. Mein Kumpel ist ebenso hellwach, Conny hingegen ist „gerädert“. Camping „Lake Side“ = perfekt. Zum Frühstück ab ins Büro, die Wechselzone in Hörweite, noch alle Zeit der Welt und kein Stress (der kam schneller als gedacht). 1 Tasse Schafgarbentee, 1x Toastbrot mit Butter und Marmelade, 1x mit Schinken, 3 Palatschinken. Nach Morgentoilette und „Finisher Magazin“ wurden die Trinkflaschen vorbereitet. Es ist 05:25. Danach ging es in die Wechselzone. Wie soll es anders sein - an meiner Seite mein treuer Begleiter Matteo. Um 05:40 betrete ich die Wechselzone. In den Sack für den 1. Wechsel kommen die selbst gemachten Reisriegel, der Running-Bag, wird nochmals kontrolliert, meine Reifen bekommen 9 Bar. Aber jetzt kommt er, der Stress. Ich habe meinen Radcomputer vergessen und es ist bereits nach 6 Uhr. Um 06:30 schließt die Wechselzone. Jetzt gibt es nur noch den Laufschritt. Zum Schenker LKW muss ich ja auch. Noch in der Wechselzone rufe ich Conny an, Sie soll meinen Radcomputer vorbereiten. Zurück am Parkplatz muss ich zur Morgentoilette Nr.2. Nun werde ich unruhig – geht sich dass noch aus? Es geht. 5 Minuten vor Schließen der Wechselzone ist mein Radcomputer da, wo er hingehört. An meiner Seite – mein Kumpel. Nun ist auch Carmela eingetroffen. Gemeinsam geht es Richtung Strandbad.

 

06:40, die Profis sind bereits im Wasser.

 

Nervosität macht sich breit. Rein in den Neopren und kurzes anschwimmen. Auf´s Eincremen hatte ich fast vergessen. Eine Welle nach der anderen geht ab. Zu meiner großen Überraschung kommt auch meine Schwägerin samt Familie zum Schwimmstart und begleitet mich das gesamte Rennen. Kurz wünsche ich auch Hermann noch alles Gute. Wir machen uns auf zum Schwimmstart. Die letzte Welle wird aufgerufen. Große Verabschiedung, großes Kino – Umarmung, schwitzende Augen, ein Blick zurück und rein in den Startbereich. Kaum drinnen ging alles sehr schnell, zu schnell. Noch 30 Sekunden - Brille richten, tief durchatmen, ruhig bleiben. Und dann START. Als schlechter Schwimmer ließ ich mir bewusst Zeit und ging zum Schluss ins Wasser. Und dann kam es – ich habe meine Uhr im falschen Modus gestartet und wollte die Einstellungen noch ändern. Nachdem ich mit Linsen am Start war, sah ich so gut wie nix auf die Nähe und drückte wie ein Fisch im Trüben auf den Tasten – die anderen schwammen ich stand im Wasser. Aber ich hatte dennoch die Ruhe weg. Dann schwamm mir doch die Zeit davon und warf mich ohne Zeitaufzeichnung in die Fluten. Jetzt war ich absolutes Schlusslicht, aber es war mir eigentlich egal. Mir ging es einfach nur gut und ich versuchte das umzusetzen was ich die letzten Woche immer wieder fokussiert habe - „bleib ruhig, atme ruhig, find` deinen Rhythmus und freu’ dich auf die Familie beim Ausstieg“. So war es dann auch. „Bleiente“ hat die perfekte Welle gefunden. Der Wörthersee erstrahlte in einem traumhaften Türkisblau- was für eine Schwimmkulisse. Da kann nix schief gehen. Abgesehen von technischen Stopps auf Grund von Wassereintritt in den Brillen hatte ich nie Probleme. Weder mit der Atmung, mit der Kraft, noch mit der Konkurrenz im Wasser – auch nicht im Kanal. Einzig die Sonne am Retourweg Richtung Ausstieg hat stark geblendet. Die Stimmung im Lendkanal war grandios und das Schwimmen einfach geil. Eine letzte kleine Wende und da war es, das „Käsehotel“. Das Zeitgefühl ging verloren und meine ersten Worte nach dem Ausstieg waren „Wie spät ist es?“. Erst Conny gab mir die Antwort – ich war 11 Minuten früher aus dem Wasser als geplant. Es ist 08:54. Nun wusste ich es - das wird mein Tag. Mit diesem Zeitpolster lief ich in die Wechselzone ein und verschlief doch glatt den ersten Wechsel. Erst 12 Minuten später war ich am Rad und ich fühlte mich auch auf meiner „Waffe“ einfach nur wohl.

 

Meine größte Befürchtung galt den Nackenschmerzen auf Grund der Aeroposition. Im Training ist es nach ca. 60 km soweit. Daher gab es für mich von Anfang an nur eine Devise – voller Druck und rauf auf den Aufleger. Mein Plan war, erstmal bis Velden alles geben und mit einem Schnitt von 36km/h ankommen. Ging nicht ganz auf – es war ein 35er Schnitt - aber noch immer Tempo genug um das Rennen in der ersten Runde optimal zu pacen. Beim Anstieg zum Rupertiberg war plötzlich helle Aufregung, Geschrei, Gehupe… Marino war auf seinen letzten Kilometern und ich durfte 10m mit ihm mitfahren. Dann war er weg und ich voll motiviert. Nach 2:46 mit einem Schnitt von 32,5 km/h erreichte ich die Wende in Klagenfurt. Noch immer in Aeroposition ging es wieder Richtung Velden. Aber, merklich langsamer. Das Tempo der ersten Runde war nicht mehr ganz zu halten und ab Rosegg dann konnte ich fast ausschließlich nur noch Oberlenker fahren. Mein Zeitpolster aus der ersten Runde und eine beherzte zweite Runde verhalfen mir zu einer noch super Endzeit von 05:48:05 – ergibt einen Gesamtschnitt von 31km/h.

 

Auch der 2. Wechsel war mit 10 Minuten eher suboptimal. Was soll’s - ich konzentrierte mich auf den Marathon, raus auf die Laufstrecke und schauen was passiert. Im Kopf hatte ich einen Schnitt von 05:50. Dieser hielt bis genau Kilometer 12. Von nun an wurde es langsamer und die Schmerzen in der Achillessehne immer heftiger. Die Endzeit war mir ab diesem Zeitpunkt völlig egal - 12 Stunden konnte ich vergessen, die Wette mit Ivan verloren. Ich wollte einfach nur das Ziel erreichen und spulte mein Rennen monoton ab. Die Labestationen wurden mein bester Freund. Abwechselnd nahm ich Wasser und Iso zu mir. Bei jeder Labe eine Orange. Meine Sehne kühlte ich mit Eis, welches ich mir in die Beinlinge stopfte. Dazwischen immer wieder Anfeuerungen von Familie und Freunden und von unzähligen unbekannten Fans entlang der Streckte, die mich nach vorne pushten. Die gelbe Bleiente wurde mein treuester Begleiter auf den Weg nach Klagenfurt. Ab dem Halbmarathon (2Std10min) war mir klar, das Rennen gehört mir und es wird noch eine tolle Zeit. Die Aussicht auf Erfolg gab mir die nötige Kraft für die zweite Runde. Bei Kilometer 41 war für mich der Marathon zu Ende. Der letzte Kilometer war geprägt von Emotionen. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erleben und genießen. Und wie ich es genossen habe.

 

Und dann lag sie vor mir, die Finishline. Kurz hielt ich inne und konnte es kaum fassen. Genau für diesen Moment trainierst du monatelang. Ich war so überwältigt von der Stimmung und mir selbst, dass ich von diesen letzten paar Metern viel zu wenig mitbekommen habe. Es war viel zu schnell vorbei. Da stand ich nun – unter dem Finishbogen - „Hannes, your are an IronMan“. Tränen der Freude flossen und ein großes Gefühl der Erleichterung machte sich breit.

 

Meine Marathonzeit 04:28:05 und meine Endzeit 12:13:34 – und ich so was von zufrieden. Es war hammermäßig geil.

 

Am Ausgang waren sie dann alle da. Alle die mir den „längsten Tag“ so erleichtert haben und mich nach vorne brachten – DANKE !! 

 

Danke Conny, Carmela und Matteo!


27.06.2015 - Campen wo andere  arbeiten

Einfach genial - Camping Lakeside

Statt mit dem Auto zur Arbeit ging es heute mal mit dem Wohnmobil Richtung Campus. Es war einfach perfekt. Besser können die Stunden davor nicht laufen. Campingfeeling beim Abendessen, Frühstück in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers und die Wechselzone gleich vor Ort. Totale Ruhe am Abend - trotz Südring. Ich war so was von entspannt- unglaublich. Der Schlaf perfekt - hatte ich doch ein Bett für mich alleine. Sorry liebe Frau - du hattest diesmal leider die schlechteren Karten :))

 

Um 17 Uhr ging es zum Bike Check-In - natürlich mit meinem Kumpel. Gegen 23:00 war Nachtruhe angesagt.

 

Bleiente

 

 

Die "BLEIENTE" - mein Begleiter

26.06.2015 - Fotoshooting Team ECA

Das Team ECA Grießer und Keiler hat sich heute offiziell der "Presse" vorgestellt :)) Im Anschluß gab es auf der Finishline den ersten Fototermin -   u.a. mit Seriensieger Marino Vanhoenacker. Und danach.....Pasta Party.

 

Team:

Hermann Keiler

Walter Copi

Andreas Wultsch

Johannes Kassl

 

Bleiente

25.06.2015 - Registrierung IRONMAN

Heute war ich gemeinsam mit meinem Kumpel die Startunterlagen holen. Im Registrierungszelt wurde mir eigentlich erstmals so richtig bewusst, was da auf mich zukommt. Es gibt kein zurück mehr - Augen zu und durch.

 

Bleiente

21.06.2015 -NUR noch eine Woche....

und die Nerven melden sich. Beim Tapern halte ich mich strikt nach Plan. Mein derzeitiges Kampfgewicht ist knapp unter 76kg. Werde langsam leicht nervös aber ich freue mich voll auf den Bewerb.

 

Bleiente

27.05.2015 - Ungünstinger geht´s nimmer

Massive Achillesprobleme zwingen mich in die Knie. Infiltration und wieder mal eine angeordnete Laufpause. 2 Woche Ruhe  - kein Lauftraining. Radfahren ist OK - aber keine steilen Anstiege.


Bleiente

25.05.2015 - lange Ausfahrt

Heute war eine lange Radausfahrt geplant. Bei besten Bedingungen und kühlen Temperaturen ging es ins Unterland. Seebergsattel, Schaidasattel, St. Margarethen/Rosenthal, Rottenstein, Klagenfurt. 145km/2.100 Hm und 2x verfahren. Eine tolle Einheit die ziemlich in die Beine ging.


Bleiente

09.05.2015 - Mitteldistanz Röcksee

Vorbereitungswettkampf, Familienwochenende und gleichzeichtig Premiere für das IM-Team "ECA-Grießer und Keiler". Leider noch ohne Trikot unseres Sponsors.

Das Team: Hermann (Sponsor), Walter Copi und ich.

Im Ziel: Walter unerreichbar, Hermann weit vor mir und dann....ICH. Aber ich bin sehr zufrieden. Die beste geschwomme Zeit von Bleiente ever, am Rad ein 32er Schnitt - perfekt; dafür war der Lauf  mit einer Pace von 05:36 nicht ganz ok. Im Ziel dann 05:22:43 - das passt.


Der Bewerb ist toll organisiert, eine überschaubare Anzahl von  Teilnehmern und ein warmer See.



Bleiente




27.04.2015 - Riccione mit "Gruppo Keiler"

Letzte Woche war Radfahren angesagt. 1 Woche Radfeeling pur. Es war meine erste Radwoche überhaupt und ich muss sagen es war einfach super. Super Organisation (= danke Hermann), klasse Teilnehmer und ein Package mit "Bike&Beer" im Hotel Adlon das jeden Cent wert war :)) und erst die Verpflegung - vom Allerfeinsten. Der Spa-Bereich 1a.

 

Start war jeden Tag um 09:30. Die mittlere Gruppe "Tiramisú" war genau richtig.

Fazit: 650km; 7.300hm und ca. 25990 verbrauchte Kalorien.

 

San Leo, Urbino, die Panoramica, Rimini...alles eine Reise wert. Was allerdings angemerkt werden muss sind die Straßen. Die sind mehr als dürftig. Schlecht ist tw. noch milde. Aber dennoch - ich würde wieder kommen.

 

Bleiente

 

 

10.04.2015 - Erste Ausfahrt zu Hause

Einige Freunde sitzen bereits seit März im Freien auf dem Rad. Ich brauch südländische Temperaturen. Sonst geht gar nix. Heute war es soweit - die Rolle wurde wieder verpackt. Outdoor ist angesagt.  Es geht endlich wieder raus. Gestartet wurde mit der kleinen IM-Runde und einem anschließenden 5km Lauf. Ich fühle mich fit, bin voll auf Schiene und ich freue mich auf das bevorstehende Radtrainingslager.

 

Bleiente.

 

 

31.03.2015 - Kurzurlaub mit Familie und Sport

Die Wettervorhersage war optimal und so entschlossen wir uns 4 Tage nach Bibione zu fahren. Im Gepäck mein Rad. Am Samstag ging es dann über 182 windige und sonnige Kilometer von der Via Nettuno über Caorle und Eraclea Mare nach Punta Sabbione. Für die erste Ausfahrt etwas hart aber ich musste meine neue Sitzposition und den neuen Sattel auf IM-Tauglichkeit testen. Beide haben bestanden.

 

Am Sonntag gab es nur "faule Haut". Ein langer Lauf am Montag, der Pflichtbesuch in Parco Zoo Punta Verde und bei meinem bevorzugten Weinbauern in dieser Region - Cantina Lorenzonetto - rundeten das Programm ab. Selbst gegrillter Fisch und Pollo inklusive. Am Dienstag ging es wieder nach Hause.

 

Bleiente

 

 

14.02.2015 - Vorbereitung läuft wie geplant

Noch 134 Tage........

Das Training ist voll auf Schiene und noch dazu nahezu veletzungsfrei. Ganz ohne geht es leider nicht - dafür bleibe ich auf der rechten Seite - wer im Archiv blättert ist besser informiert :))

Mein Sprunggelenk macht sich nach langen Läufen sehr bemerkbar aber diesmal geht es hoffentlich ohne wenn und aber bis zur FINISHLINE !

Bin voll motiviert, meine Familie steht zu 100% hinter mir und ich freue mich auf alles was kommen wird.

 

Bleiente

 

 

 

IronMan Austria 2015
IronMan Austria 2015